Herrenwanderwoche in der Rhön vom 04.10. bis 08.10.2021

 

 

 

Am 4.Oktober  war es so weit: 17 Wanderfreunde machten sich zu ihrer jährlichen Wochenwanderung auf. Am Treffpunkt waren die Fahrgemeinschaften schnell gebildet. Mit im Gepäck in Coronazeiten Mund-Nasenschutz, Impfbescheinigung und oft auch noch die Luca-App. Ziel war der kleine Ort Eckweisbach in der Rhön. Dort angekommen, begrüßte uns ein schon etwas in die Jahre gekommenes Hotel. Leichte Befürchtung: Hoffentlich ist das Essen frischer als unsere Unterkunft  (nach der Woche waren sich alle Teilnehmer einig: Wir wurden super von der Küche verwöhnt!).

 

So konnte die erste kürzere Wanderung rund um das Dorf beginnen. Schon bei diesem ersten Eindruck zeigte sich, was die Rhön als Wandergebiet zu bieten hat: Trotz ausgeprägter bergiger/ hügeliger Landschaft ermöglichen die offenen Täler weite Blicke ins Land.

 

Am nächsten Tag fuhren wir zum Roten Moor, ein bekannter Ausgangspunkt für Wanderungen. Von hier starteten wir unsere Tour. Was auffiel: Die Wanderwege waren sehr gut ausgeschildert und führten uns durch reizvolle Landschaften. Das besondere war: Man hat hier Waldflächen ausgewiesen, die man sich selbst überlässt. Eine sehr reichhaltige Flora und Fauna ist die Folge (hochgewachsene, gerade Bäume zur Verwertung sah man weniger). Auf den reichlich vorhandenen Steinen befand sich oft eine sehr dichte und farbenprächtige Bemoosung. Auch das bekannte Rhönschaf begegnete uns auf den Wanderungen, sowie vereinzelt Ziegen, denen man die Landschaftspflege anvertraute. Unser Wunsch an den Koch, ob evtl. ein Rhönschaf unseren Speiseplan bereichern könnte, ließ sich aber nicht umsetzen. Nach einem kurzen Zwischenstopp, für den kleinen Hunger zwischendurch, ging es wieder ins Hotel.

 

Am nächsten Tag hatten wir einen schönen Regentag mit dem dazugehörigen Wind gebucht. Natürlich waren wir wieder unterwegs und die Gespräche drehten sich darum, ob das Wasser schon in den Schuhen stehen würde; um die Regenschirme musste man bei den Böen Angst haben. Wie man ihn auch hielt, das Wasser fand seinen Weg.

 

Am nächsten Tag war das aber alles vergessen: Auf ein Neues. Heute sahen wir -  was eine Seltenheit ist -  zwei Rehe. Tiere im Wald meiden generell den Kontakt mit unserer Wandergruppe. Können wir es doch oft mit jedem Kaffeekränzchen aufnehmen.

 

Unsere Wandergruppe blieb überwiegend zusammen trotz unterschiedlicher Schnelligkeit der Teilnehmer. Die Ansage unserer Wanderführer war klar: Zusammen starten, zusammen ankommen.

 

Dann gab es noch ein bemerkenswertes Erlebnis: Bei der Bewältigung des „kleinen Hungers“ fiel bei vielen die Wahl auf die „Orginal Thüringer Rostbratwürste“. Nach dem Gaststättenbesuch waren sich alle einig, was schon eine Seltenheit in unserer Truppe ist: Hier war wenig „Orginal“ und wenig „Rostbratwurst“.

 

Am letzten Tag besuchten wir das Kloster Kreuzberg, machten von hier unsere letzte Wandertour. Auch hier erfreuten wir uns an der schönen Landschaft, waren aber in Gedanken schon bei  dem guten Essen und Trinken im Kloster.

 

Unser Fazit dieser fünf Tage: Die Rhön ist durchaus ein lohnendes Ziel für Wanderfreunde, ist relativ schnell zu erreichen, in diesen Zeiten selten ausgebucht und man kann es sich an Leib und Seele richtig gutgehen lassen.

 

 

Bericht: Gerhard Walter

Fotos:    Burkhard Wassel und Gerhard Walter