Vereinsradtour vom 29.08. bis 02.09.2021

 

 

 

1. Tag: An unserem üblichen Treffpunkt am Parkplatz Oberkaufungen-Mitte treffen wir, (11) gegen Regen vermummte, Radwanderinnen und Radwanderer zusammen, um uns auf die von Ann organisierte Vereinsradtour zu begeben. Die Stimmung passt so gar nicht zum Wetter. Alle sind motiviert und guter Laune! Die Akkus sind aufgeladen, das Gepäck für die gesamte Tour ist gut befestigt – wir haben dieses Mal keinen Gepäcktransfer -  und wir starten in Richtung Helsa. Die nächsten Zwischenziele sind Fürstenhagen, Hess. Lichtenau und Walburg. Weiter fahren wir nach Velmeden. Ab hier verläuft im Gelstertal ein schöner Radweg, den wir unbedingt noch einmal bei schönem Wetter befahren sollten. Unseren ersten Stopp machen wir in Witzenhausen zu einer kurzen regenfreien Frühstückspause. Über Eichenberg und Friedland erreichen wir das Rittergut Besenhausen zwischen Kirchgandern und Niedergandern. Hier gönnen wir unserer Regenkleidung eine Pause. Wir kehren ein zur Kaffeepause. Ab dort fahren wir im Leinetal und gelangen an unser Etappenziel Weende, einen Stadtteil von Göttingen. Toni hat, wie schon von unseren Wanderungen gewohnt, den Schluss unserer Gruppe eingenommen. Er passt auf, dass niemand zurückbleibt. Ann und Toni kommunizieren immer wieder mal per geheimnisvollen Handzeichen. 80 km ist das Tagesergebnis. Nachdem wir uns wieder etwas aufgehübscht haben, nehmen wir in einer Pizzeria unser Abendessen ein.

 

2.Tag: Wir frühstücken und besprechen unseren Tagesplan. Gut gestärkt satteln wir wieder auf und rollen hinunter ins Leinetal. Nach Nörten-Hardenberg erreichen wir die Northeimer Seenplatte. Unsere dortige Deichfahrt mutet an wie eine Tour auf Föhr an der Nordsee. In der Altstadt von Einbeck machen wir unsere Mittagspause. Wir schließen unsere Fahrräder an, Toni und Peter halten Wache und wir zerstreuen uns in alle Richtungen. Eisdiele, Kaffee toGo, Obsteinkauf beim Asiaten oder einfach nur ernähren aus der Brotdose. Fotografieren der malerischen Innenstadt vergessen wir natürlich auch nicht. Weiter geht die Fahrt nach Alfeld. Wir setzen uns in eine Eisdiele und glauben, dass wir uns eine Leckerei  -  Eis oder Kuchen -  verdient haben. Die Leine begleitet uns nun wieder bis zum heutigen Ziel Gronau. Ca. 90 km liegen heute hinter uns. Beim Abendessen direkt im Hotel, „lernen“ wir einen weitestgehend unbekannten Schnaps kennen! Lokstedter! Ein „einmaliges“ Erlebnis. Das Gefühl, diese Flüssigkeit zum Entrosten verwenden zu sollen, erscheint plausibler, als diese zum menschlichen Verzehr anzubieten.

 

3.Tag:  Heute verlassen wir das Leinetal und fahren in westlicher Richtung bei starkem Gegenwind – gut, daß wir Pedelecs haben - nach Hameln. Beim Blick in die Karte erkennen wir den Kanstein und stellen uns auf eine anstrengene Bergfahrt ein. Da haben wir die Rechnung ohne die Ann gemacht. Ann findet eine angenehme Route durch Salzhemmendorf um den Berg herum. Gut gemacht! Dafür bekommt sie viel Lob aus unseren Reihen. In Hameln machen wir unsere Mittagspause und geniessen die Sonne in der Altstadt. Bei der Weiterfahrt passiert es: Ein Schlauchplatzer an Manfreds Rad. Hilfreiche Hände sind reichlich vorhanden und natürlich auch jede Menge „gute“ Ratschläge. Nach dem erfolgreichen Verlauf der Reparatur freuen wir uns schon auf den versprochenen Schnaps am Abend als Dankeschön. Nicht ohne den Hinweis: Keinen Lokstedter, bitte! Nun geht es weseraufwärts nach Bodenwerder. Dort liegt unser Hotel direkt an der Weser. Zunächst im Biergarten und später in den Gasträumen lassen wir bei Leckeressen und dem versprochenen Schnaps den Tag ausklingen. 75 km bei bestem Wetter ist wieder eine gute Tagesbilanz.

 

4.Tag: Nach einer kurzen Erkundungsrunde in Bodenwerder mit dem Münchhausen Springbrunnen fahren wir in südlicher Richtung auf dem Weserradweg zum Schloss Bevern. Ein Fotostopp und eine Außenbesichtigung nutzen wir als kurze Pause. Erwähnenswert ist die Führung von Ann. Ohne Umwege oder Unsicherheiten zeigt sie uns den rechten Weg. Ohne Navi und nur mit Karte! Und das bei gleichbleibender Geschwingigkeit von 17 km/h. Gibt es Pedelecs mit Tempomat? Nun weiter durch Holzminden nach Höxter. Eine Innenbesichtigung des Kloster Corvey schenken wir uns. Beim Bereitmachen unserer Räder zur Weiterfahrt fehlt das Display von Wolfgangs Pedelec. Weiterfahrt unmöglich! Nach intensiver Suche durch Wolfgang findet sich dieses in den „gekachelten Gesellschaftsräumen“ wieder. Nach Pech kommt Glück. Schon wieder eine abendliche Schnapsrunde! In Höxter trinken wir Kaffee. Nun fahren wir an der Godelheimer Seenplatte vorbei nach Beverungen. Mit der Personenfähre Würgassen setzen wir über auf die östliche Weserseite und erreichen nach ein paar Kilometern Bad Karlshafen. Unser Tagesziel. Heute sind es 70 km gewesen. Unser Hotel liegt direkt an der Weser. Im Biergarten nehmen wir unser erstes Belohnungsgetränk zu uns. Nach dem Abendessen resumieren wir die bisherige Tour und bereiten uns mental auf den morgigen letzen Tag vor. Wir genießen die Schnapsrunde von Wolfgang und verabschieden uns von Imtraud und Dieter. Zu späterer Stunde kommt es zur „last order“ und zu der Bitte der Bedienung, dass wir das Licht ausmachen sollen, wenn wir ins Bett gehen. Sie hat jetzt Feierabend. Mit einem erstaunten Lächeln geben wir ihr unser Versprechen.

 

5.Tag: Nach einer kurzen Diskussion mit der Wirtin, dass 2 Euro wohl ein bisschen zu teuer sei für die Mitnahme eines Brötchens vom Buffet  -  „Sie hätten ja auch Obst und Joghurt mitnehmen können“ - , der Hinweis kam dann aber zu spät, fahren wir wieder los und wechseln heute vom Wesertal in das Diemeltal. Über Carlsdorf und Hombressen erreichen wir den Reinhardswald-Westweg. Weiter geht es nun nach Ahlberg und hinauf auf den Gahrensberg. Eine besondere Herausforderung liegt vor uns: Eine 5 km-lange  Bergabfahrt nach Wilhelmshausen auf Schotterwegen! Mit Straßenreifen und vollem Gepäck kommen wir schnell an unsere Leistungsgrenze. Es geht alles gut und so freuen wir uns, unversehrt an der Fuldapromenade in Wilhelmshausen anzukommen. Umso besser rollt es jetzt gemütlich nach Wolfsanger in den Kaffeegarten. Wir machen eine ausgiebige Pause und werden herzlich von unserem Vorsitzenden Wilfried empfangen. Die letzten Kilometer führen uns durch Sandershausen, Heiligenrode und nach Papierfabrik. Dort verabschieden wir uns von unserem „Aufpasser“ Toni. In Oberkaufungen schauen wir auf unsere Tachos und vergleichen unsere Tagesleistung von ca. 85 km und unsere Gesamtleistung von ca. 400 km. Der Eine oder Andere von uns hatte anfänglich Bedenken, ob wir die angekündigten Streckenlängen bewältigen könnten. Nun aber, da wir Alles geschafft haben, sind wir stolz und zufrieden. Pedelecs sei Dank!

 

Ein herzliches Dankeschön an Ann, Toni und auch Dagmar, die ein Stück Probe gefahren ist.

 

 

Bericht: R. Zabel,

Fotos: W. Gottschalk

 

 

 

 

 

Hotelliste
Gö-Weende:                Weender Hof

 

Gronau :                       Eichsfelder Hof

 

Bodenwerder:             Gasthof Weserstuben

Karlshafen:                  Zum Weserdampfschiff